freepik Baumstamm mit deutlich sichtbaren Jahresringen in Nahaufnahme Foto: Freepik

Kernholz vs. Splintholz: Warum der Unterschied beim Kaminholzkauf so wichtig ist

20. März 2026

Wer Kaminholz kauft, vergleicht meist nur den Preis. Doch wer auf den falschen Kennwert schaut, zahlt am Ende drauf. Der entscheidende Unterschied liegt nicht im Preis pro Schüttraummeter – sondern darin, ob es sich um Kernholz oder Splintholz handelt.

In diesem Beitrag erfahren Sie, was Kern- und Splintholz voneinander unterscheidet, welchen Einfluss das auf den Heizwert hat und warum ein vermeintlich günstiges Angebot oft teurer wird als gedacht.


Was ist Kernholz und was ist Splintholz?

Wenn man einen Baumstamm quer aufschneidet, erkennt man zwei deutlich verschiedene Bereiche:


Kernholz, der harte Kern ausgewachsener Bäume

Das Kernholz ist der innere, dunklere Teil eines Baumstammes. Es entsteht erst, wenn ein Baum über viele Jahrzehnte hinwächst – typischerweise ab einem Stammdurchmesser von 25 cm aufwärts. Das Holz ist hier besonders dicht und hart, da die Zellen abgestorben sind und mit Harzen, Gerbstoffen und anderen Substanzen gefüllt wurden.


Typische Merkmale von Kernholz:

  • hohe Dichte und Härte
  • dunklere Färbung im Querschnitt
  • geringer Wassergehalt auch im frischen Zustand
  • Stammdurchmesser meist ab 25-40 cm
  • Bäume oft 80-150 Jahre alt


Splintholz, das junge Holz aus der Waldpflege

Splintholz ist das äußere, helle Holz eines Stammes. Es ist lebendes oder noch nicht vollständig abgestorbenes Gewebe, das vor allem bei jüngeren Bäumen und dünnen Stämmen dominiert. Es entsteht bei der Waldpflege (Durchforstung), wenn zu eng stehende, schwächere Bäume herausgeschnitten werden, damit die verbleibenden Bäume besser wachsen können.


Typische Merkmale von Splintholz:

  • helle, fast weiße Färbung
  • weicher und weniger dicht
  • höherer Wassergehalt, trocknet langsamer
  • Stammdurchmesser meist unter 15 cm
  • Bäume oft jünger als 20 Jahre


Fazit: Kernholz kommt aus alten, ausgewachsenen Stämmen. Splintholz aus jungen, dünnen Bäumen – es ist sozusagen das Nebenprodukt der Waldpflege.


Der entscheidende Unterschied: der Heizwert

Der wichtigste Grund, warum Kernholz und Splintholz nicht gleichwertig sind, ist der Heizwert. Splintholz hat nur etwa 70 % des Heizwertes von Kernholz und das hat erhebliche Auswirkungen auf Ihren Holzverbrauch und Ihre Kosten.
 

HolzartKernholz (Kl. 1)Splintholz (Kl. 2)Differenz
Kiefer1.700 kWh/RM1.200 kWh/RM-29 %
Birke1.900 kWh/RM1.350 kWh/RM-29 %
Eiche2.150 kWh/RM1.500 kWh/RM-30 %
Buche2.100 kWh/RM1.470 kWh/RM-30 %

Werte pro gestapeltem Raummeter Scheitholz (Kernholz, Holzklasse 1)


Das bedeutet: Um die gleiche Wärme wie mit 1 Raummeter Kernholz zu erzeugen, müssen Sie 1,4 Raummeter Splintholz verbrennen. Günstiges Splintholz ist also oft teurer als es aussieht.


Rechenbeispiel: Kiefer Kernholz vs. Kiefer Splintholz

Viele Kunden vergleichen beim Kaminholz nur den Preis pro Schüttraummeter (SRM). Das greift zu kurz. Entscheidend ist der Preis pro nutzbarer Wärmeeinheit.
 

Angenommen, Sie bestellen jeweils 10 SRM:

 Kernholz (Kl. 1)Splintholz (Kl. 2)Vergleich
Preis pro SRM69 €64 €-7 % günstiger
Heizwert pro RM1.700 kWh1.200 kWh-29 % Wärme
Menge für gleiche Wärme10 SRM14 SRM nötig+40 % mehr Volumen
Effektiver Preis für gleiche Wärme690 €896 € (14 × 64 €)+206 € mehr

Was zunächst 7 % günstiger wirkt, kostet am Ende 30 % mehr, weil man schlicht mehr Holz verbrennen muss, um die gleiche Wärme zu erzeugen.


Wie erkenne ich Kernholz beim Kauf?

Kernholz lässt sich anhand einiger Merkmale erkennen, sowohl am gespaltenen Scheit als auch am Stamm:


Optische Merkmale von Kernholz:

  • dunkler Kern im Querschnitt des Stammes sichtbar
  • deutlich schwerere Scheite bei gleichem Volumen
  • enge Jahresringe (langsames, gleichmäßiges Wachstum)
  • massiv wirkende, dichte Bruchkanten


Optische Merkmale von Splintholz:

  • hell, fast weiß durchgehend
  • leichtere Scheite
  • oft dünnere, zierlichere Holzscheite
  • weichere Oberfläche


Wichtig: Viele Anbieter kennzeichnen ihr Holz nicht nach Holzklasse. Im Zweifel einfach nachfragen, ob es sich um Kernholz (Holzklasse 1) oder Splintholz (Holzklasse 2) handelt.


Warum viele Anbieter Splintholz verkaufen, ohne es zu sagen

Die Antwort ist wirtschaftlich: Splintholz fällt bei der Waldpflege (Durchforstung) als Nebenprodukt an und ist im Einkauf günstiger. Viele kleine Anbieter haben keine eigene Holzlogistik und beziehen das Holz von Dritten – oft ist das Restholz aus der Waldpflege.

Das Problem: Viele Kunden wissen nicht, dass es den Unterschied gibt, und vergleichen nur den Preis auf dem Anhänger. Die Tatsache, dass Splintholz nur 70 % des Heizwertes von Kernholz hat, wird selten offen kommuniziert.


Typische Zeichen für Splintholz-Angebote:

  • sehr günstige Preise ohne Erklärung der Holzklasse
  • dünne, zierliche Scheite im Angebot
  • keine Angabe zum Stammdurchmesser
  • kein eigener Waldbestand des Anbieters
  • kein eigener Holz-LKW oder Logistik


Holzklasse 3: Kronenholz, das sollten Sie kennen

Neben Kern- und Splintholz gibt es noch eine dritte Kategorie, die Sie kennen sollten: das sogenannte Kronenholz (Holzklasse 3). Das ist das Holz aus dem oberen Kronenbereich eines Baumes – Äste, dünne Stammteile, oft harzig und minderwertig.


Nachteile von Kronenholz:

  • nur 50–60 % des Heizwertes von Kernholz
  • spritzt und qualmt beim Verbrennen (besonders Kiefer)
  • verusst Kaminscheibe und Schornstein schnell
  • trocknet aufgrund von Harz oft nicht vollständig aus

Kronenholz ist für Feuerschalen oder Lagerfeuer im Freien verwendbar – im Kaminofen oder Holzvergaser hat es nichts zu suchen.


Kernholz, Splintholz & Co. – Zusammenfassung im Überblick

MerkmalKernholz (Kl. 1)Splintholz (Kl. 2)Kronenholz (Kl. 3)Empfehlung
Heizwert100 %ca. 70 %ca. 50–60 %ideal
Stammdurchmesser25–70 cmunter 15 cmÄste / Krone 
Für Kaminofen geeignetjabedingtnein 


Was bedeutet das beim Kaminholz kaufen? Worauf sollten Sie achten?

Beim nächsten Kaminholzkauf lohnt es sich, diese Fragen zu stellen:


Checkliste für den Holzkauf:

  • Handelt es sich um Kernholz (Holzklasse 1) oder Splintholz (Holzklasse 2)?
  • Welcher Stammdurchmesser wird verarbeitet?
  • Hat der Anbieter einen eigenen Waldbestand oder kauft er Holz zu?
  • Ist der Heizwert pro Raummeter angegeben?
  • Wird das Holz sortenrein (kein Mischholz) geliefert?
  • Gibt es eine Siebanlage, die Rinde und Feinmaterial entfernt?


Fazit: Kernholz vs. Splintholz – der Unterschied lohnt sich zu kennen

Der Unterschied zwischen Kern- und Splintholz ist mehr als eine technische Fußnote. Er entscheidet darüber, wie viel Wärme Sie für Ihr Geld bekommen. Wer nur den Preis pro Schüttraummeter vergleicht, ohne die Holzklasse zu kennen, trifft oft die teurere Wahl.


Merken Sie sich:

  • Kernholz liefert bis zu 30 % mehr Heizwert als Splintholz.
  • Splintholz kann im Kaminofen verwendet werden, benötigt aber deutlich mehr Volumen für die gleiche Wärme.
  • Kronenholz gehört nicht in den Kaminofen – Rauch, Ruß und Schäden am Schornstein sind die Folge.
  • Ein fairer Preis bezieht immer die Holzklasse mit ein.
     

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